Region & Geschichte

Wir haben für dich eine ausführliche Recherche zur Region und Geschichte des Lungaus zusammengestellt. Viel Spaß beim erkunden !!

Geografie und Natur des Lungaus

Der Lungau ist eine der malerischsten Regionen im südlichen Salzburger Land, Österreich. Eingebettet zwischen den majestätischen Gebirgen der Schladminger Tauern im Westen und der Hohen Tauern im Süden, bietet der Lungau eine beeindruckende Vielfalt an Landschaften und Ökosystemen.Diese geographische Lage macht die Region zu einem beliebten Ziel für Naturliebhaber und Outdoor-Enthusiasten. Der Lungau ist mit 20 EW je km² nach dem angrenzenden Bezirk Murau 19 EW je km² der nach Bevölkerungsdichte zweitniedrigst besiedelte Bezirk in Österreich.

Gebirgszüge und Täler

Die Schladminger Tauern sind bekannt für ihre schroffen Gipfel und tiefen Täler, die sich ideal für Wanderungen und Bergtouren eignen. Die höchsten Erhebungen, wie der Große Hafner (3.076 m), bieten atemberaubende Ausblicke und sind ein beliebtes Ziel für erfahrene Bergsteiger. Die Hohen Tauern, die sich im Süden des Lungaus erstrecken, sind Teil des gleichnamigen Nationalparks, der die größte zusammenhängende Gebirgslandschaft der Alpen darstellt. Diese Region ist nicht nur für ihre beeindruckenden Berge bekannt, sondern auch für ihre Gletscher, die eine wichtige Rolle im Wasserkreislauf der Region spielen.

Die Täler des Lungaus, wie das Lungautal und das Murtal, sind geprägt von sanften Hügeln, saftigen Alpenwiesen und klaren Bergseen. Diese Landschaften sind nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch ökologisch wertvoll, da sie Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten bieten.

Biosphärenpark Salzburger Lungau

Ein herausragendes Merkmal des Lungaus ist der Biosphärenpark Salzburger Lungau, der 2012 von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt wurde. Dieser Park ist ein Modell für nachhaltige Entwicklung und Naturschutz und umfasst eine Fläche von etwa 1.500 Quadratkilometern. Der Biosphärenpark schützt nicht nur die einzigartige Flora und Fauna der Region, sondern fördert auch die Zusammenarbeit zwischen Naturschutz, Landwirtschaft und Tourismus.

Im Biosphärenpark finden sich zahlreiche Wanderwege, die durch unberührte Natur führen und den Besuchern die Möglichkeit bieten, die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt zu entdecken. Zu den typischen Pflanzen gehören Alpenblumen wie die Edelweiß und die Alpenrose.

Flüsse und Gewässer

Die Flüsse des Lungaus, insbesondere die Mur die am Mursprung 2.038 m entspringt und 47 km durch den Lungau fließt und nach 453 km in die Drau mündet, sowie die Taurach, sind prägend für die Landschaft und das Ökosystem der Region. Die Mur, die durch das Lungautal fließt, ist nicht nur ein wichtiger Wasserlauf, sondern auch ein beliebtes Ziel für Wassersportarten wie Rafting und Kajakfahren. Ihre Ufer sind von üppiger Vegetation gesäumt, die Lebensraum für zahlreiche Tierarten bietet. Nebenflüsse / Bäche die in die Mur münden sind

  • Zederhausbach mit einer Länge von 19 km
  • Taurach 32km
  • Lassnitzbach 11 km
  • Thomach 8 km

Die Taurach hingegen ist bekannt für ihre klaren Gewässer und die idyllischen Landschaften, die sie umgeben. Sie bietet Möglichkeiten für Erholung und Freizeitaktivitäten, darunter Angeln und Schwimmen. Die Flüsse sind auch von großer Bedeutung für die lokale Landwirtschaft, da sie Bewässerung und Wasserressourcen bereitstellen.

Insgesamt ist die Geografie und Natur des Lungaus ein faszinierendes Zusammenspiel von Bergen, Tälern, Flüssen und einer reichen Biodiversität. Diese Elemente machen die Region zu einem einzigartigen Ort, der sowohl für Einheimische als auch für Besucher von großem Wert ist.

Von uns ausgewählte Bergseen im Lungau

Diese Bergseen sind stille Juwelen hoch über den Tälern: klare, oft smaragdgrüne Gewässer, umrahmt von Almwiesen, Latschenzonen und schroffer Bergwelt. Sie bieten Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere, sind wertvolle Wasserspeicher und beliebte Ziele für Wanderer, Fotografen und Naturliebhaber. Viele Seen sind leicht erreichbar, andere liegen abgelegen und ruhig — jeweils mit eigenem Charakter: von kleinen, moorigen Lacken bis zu großflächigen Alpenseen. Rücksichtnahme auf Natur und Schutzgebiete sorgt dafür, dass diese Landschaften auch für kommende Generationen erhalten bleiben.

BergseeKurze Beschreibung
AngerSeeKleiner bis mittlerer Almsee in einer idyllischen Mulde; klare Ufer, oft von Blumenwiesen umgeben.
BlauSeeCharakteristisch durch sehr klares, blau-grünes Wasser; beliebter Fotopunkt.
ErnstLackeMoorartige Lacke mit empfindlicher Vegetation; wichtig für Amphibien und Libellen.
FuchsSeeMalerischer Gebirgssee mit ruhiger Oberfläche, meist ruhige, naturbelassene Umgebung.
GranlerSeeGebirgslacke in alpiner Lage; teils schroffer Felsgürtel am Ufer.
HundsfeldSeeNaturbelassener See in hochgelegener Almlandschaft; gute Vogelbeobachtung.
KarwasserSeeIn einer Kar- oder Muldenformation gelegen; klares, oft kaltes Wasser.
KnappenkarSeeHochalpiner See mit guter Aussicht auf umgebende Gipfel; teils steinige Ufer.
LandSchitzSeenMehrere kleine Seen/Becken in Reihe; vielfältige Vegetation zwischen den Gewässern.
LandwierSeenKette von Seen in mooriger Hochebene; wichtige Quelle für Feuchtlebensräume.
LaußnitzerSeeRuhiger Almsee, oft von Wiesen und Latschen umgeben; angenehmer Rastplatz.
LignitzSeeKlarer Gebirgssee in beeindruckender Bergkulisse; fotogen bei Sonnenaufgang.
MühlbachSeeSee mit Zufluss/Abfluss Bach; teils flachere Uferzonen, gut für Tagestouren.
PiendlSeeKleiner, abgelegener Bergsee mit naturnahem Umfeld und wenig Frequentierung.
PreberSeeHochalpiner See nahe markanter Gipfel; oft kühl, windanfällig.
ReinkarlackeKleine, oft moorige Lacke mit charakteristischer Vegetation und Insektenfauna.
RiedingSeeGrößerer See mit offener Wasserfläche; geeignet zum Verweilen und Fotografieren.
RosaninSeeMalerischer See mit farblich abwechslungsreichem Uferbereich und Latschen.
RotgüldenSeeGebirgssee mit teils rötlich gefärbten Uferbereichen.
RothenwänderSeeEingebettet unter roten Felswänden; dramatische Kulisse.
SchlierSeeKlarer, tiefer Eindruck; gelegentlich schlammige Uferzonen.
SchnödlerSeeKleiner bis mittlerer Almsee, oft ruhige Atmosphäre, gute Aussichtspunkte.
SchwarzSeenGruppe dunklerer Seen, die durch Tiefe oder Mooranteile dunkler erscheinen.
SeetalerSeeLiegt in einem Talboden; Zugangswege aus mehreren Richtungen möglich.
SteinSeeAm Ufer steinige Beschaffenheit, klares Wasser, alpine Umgebung.
TiefenbachSeeSee mit Zufluss aus tiefem Bach; meist kühl und sauerstoffreich.
TrogalmSeenMehrere Seen in Almgebiet, gute Vernetzung mit Wanderwegen und Almhütten.
Twenger AlmseeBeliebter Almsee bei Tweng; einfache Erreichbarkeit, schöne Rastmöglichkeiten.
Unterer SchänalmSeeTiefergelegener von mehreren Almseen; oft von Weideland umgeben.
WirpitschSeeNatursee in abgeschiedener Lage, typisch alpin-montanes Umfeld.
ZaunerSeeKlein und pittoresk; Ufer häufig bewachsen, naturnahe Szenerie.
ZwerfenbergSeeHochgelegener Bergsee mit eindrücklicher Aussicht auf Bergketten.

Tierwelt im Salzburger Lungau

Der Salzburger Lungau, eine malerische Region in den österreichischen Alpen, ist nicht nur für seine atemberaubenden Landschaften bekannt, sondern auch für seine vielfältige Tierwelt. Die Kombination aus alpinen Wiesen, dichten Wäldern und klaren Gewässern schafft einen idealen Lebensraum für zahlreiche Tierarten, die hier in einem harmonischen Ökosystem leben.

Säugetiere

Im Lungau sind verschiedene Säugetierarten heimisch, die sich an die unterschiedlichen Lebensräume angepasst haben. Zu den häufigsten gehören:

  • Rehe: Diese scheuen Tiere sind in den Wäldern und Wiesen des Lungaus weit verbreitet. Sie sind vor allem in der Dämmerung aktiv und ernähren sich von Gräsern, Kräutern und jungen Trieben. Rehe sind bekannt für ihre Sprungkraft und ihre Fähigkeit, sich schnell in unwegsamem Gelände zu bewegen.
  • Hirsche: In den Wäldern des Lungaus sind auch verschiedene Hirscharten anzutreffen, darunter das Rotwild. Diese majestätischen Tiere sind vor allem in den frühen Morgen- und Abendstunden aktiv. Sie leben in Rudeln und sind für ihre imposanten Geweihe bekannt, die jährlich abgeworfen und neu gebildet werden. Hirsche ernähren sich von Blättern, Rinde und Gräsern und spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem, indem sie die Vegetation regulieren.
  • Gämse: Diese Bergziegen sind an steile Felsen und alpine Lebensräume angepasst. Sie sind agile Kletterer und können in unwegsamem Gelände gut navigieren. Gämse sind vor allem in höheren Lagen anzutreffen und ernähren sich von Gräsern, Kräutern und Moosen.
  • Wildschweine: Diese Tiere sind in den Wäldern des Lungaus nur vereinzelt anzutreffen. Sie sind vor allem nachtaktiv und ernähren sich von Wurzeln, Früchten und Insekten. Ihre Anwesenheit ist oft durch ihre charakteristischen Wühlspuren im Boden zu erkennen. Wildschweine sind anpassungsfähig und können in verschiedenen Lebensräumen überleben, jedoch sind sie in dieser Region nicht sehr zahlreich.
  • Füchse: Diese anpassungsfähigen Tiere sind sowohl in ländlichen als auch in städtischen Gebieten zu finden. Füchse sind geschickte Jäger und ernähren sich von kleinen Säugetieren, Vögeln und Früchten. Sie sind vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv und haben ein ausgeprägtes Revierverhalten.

Vögel

Die Vogelwelt im Lungau ist ebenso vielfältig und bietet eine Vielzahl von Arten, die in den unterschiedlichen Lebensräumen der Region leben:

  • Auerhuhn: Dieser große, scheue Vogel ist ein Symbol der alpinen Wälder. Männliche Auerhühner sind für ihr auffälliges Balzverhalten bekannt, das in der Frühjahrszeit zu beobachten ist. Sie bevorzugen dichte Nadelwälder und ernähren sich von Nadeln, Beeren und Insekten.
  • Bergfink: Diese bunten Vögel sind häufig in den Wäldern und auf den Wiesen des Lungaus zu sehen. Sie ernähren sich von Samen und Insekten und sind für ihre melodischen Gesänge bekannt, die oft in den frühen Morgenstunden zu hören sind.
  • Schwarzspecht: Als einer der größten Spechte Europas ist der Schwarzspecht ein beeindruckender Anblick. Er ist vor allem in alten Wäldern anzutreffen, wo er nach Insekten in Baumstämmen sucht. Seine charakteristischen Rufe sind ein Zeichen seiner Anwesenheit.
  • Alpendohle: Diese intelligenten Vögel sind oft in höheren Lagen zu finden und bekannt für ihre Fähigkeit, sich an verschiedene Lebensräume anzupassen. Alpendohlen sind gesellige Vögel, die in Gruppen leben und sich von Insekten, Früchten und Abfällen ernähren.

Reptilien und Amphibien

Die Region beherbergt auch einige Reptilien und Amphibien, die in den feuchten Gebieten und Wäldern leben:

  • Eidechsen: Verschiedene Arten von Eidechsen sind im Lungau verbreitet, darunter die häufige Zauneidechse, die sich gerne in der Sonne wärmt. Diese Tiere sind wichtig für das ökologische Gleichgewicht, da sie Insekten fangen und somit zur Kontrolle der Insektenpopulation beitragen.
  • Frösche und Kröten: In den Gewässern des Lungaus sind verschiedene Frosch- und Krötenarten anzutreffen, die eine wichtige Rolle im Ökosystem spielen. Besonders die Erdkröte und der Grasfrosch sind häufig in den Feuchtgebieten und Wiesen zu finden. Diese Amphibien sind nicht nur für die Kontrolle von Insektenpopulationen wichtig, sondern auch als Indikatoren für die Gesundheit des Ökosystems, da sie empfindlich auf Umweltveränderungen reagieren.

Insekten

Die Insektenwelt im Lungau ist reichhaltig und vielfältig. Schmetterlinge, Bienen und Käfer sind nur einige der vielen Arten, die in dieser Region leben. Besonders die bunten Schmetterlinge, wie der Schwalbenschwanz und der Admiral, sind ein Zeichen für die gesunde Flora und Fauna der Region. Bienen und andere Bestäuber spielen eine entscheidende Rolle in der Bestäubung von Pflanzen, was für die Biodiversität und die landwirtschaftliche Produktion von großer Bedeutung ist.

Schutz und Erhaltung

Die Tierwelt im Salzburger Lungau ist durch verschiedene Naturschutzmaßnahmen geschützt. Nationalparks und Naturschutzgebiete bieten Lebensräume für viele bedrohte Arten und fördern die Biodiversität. Der Lungau ist Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Salzburger Lungau und Kärntner Nockberge, das sich aktiv für den Erhalt der natürlichen Lebensräume einsetzt. Hier werden nachhaltige Bewirtschaftungspraktiken gefördert, um die Tier- und Pflanzenwelt zu schützen und gleichzeitig den Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung gerecht zu werden.

Die Region setzt sich auch für Bildungs- und Aufklärungsprogramme ein, um das Bewusstsein für die Bedeutung der Biodiversität zu schärfen. Wanderungen, Exkursionen und Informationsveranstaltungen bieten Einblicke in die Tierwelt und die ökologischen Zusammenhänge, die das Leben im Lungau prägen.

Regionen im Salzburger Lungau

Der Salzburger Lungau ist eine facettenreiche Region

im Südosten des Bundeslandes Salzburg, die sich durch ihre beeindruckende Natur, kulturelle Vielfalt und historische Tiefe auszeichnet. Die Region umfasst 15 Gemeinden, darunter die Marktgemeinden Mauterndorf, St. Michael im Lungau und Tamsweg. Die gesamte Fläche des Lungaus beträgt etwa 1.020 Quadratkilometer und liegt größtenteils über 1.000 Meter Seehöhe.

Geografische Merkmale

Der Lungau ist ein inneralpin gelegenes Hochplateau, das von den Hohen Tauern im Westen, den Niederen Tauern im Norden und Osten sowie den Gurktaler Alpen im Süden umgeben ist. Die Region ist bekannt für ihre Biosphärenpark-Auszeichnung, die sie 2012 von der UNESCO erhielt. Diese Auszeichnung hebt die Bedeutung der Region für den Naturschutz und die nachhaltige Entwicklung hervor. Die Landschaft ist geprägt von sanften Hügeln, tiefen Tälern und einer Vielzahl von Gewässern, die eine reiche Flora und Fauna unterstützen.

Entstehungsgeschichte

Die Geschichte des Lungaus ist vielschichtig und reicht bis in die Vorgeschichte zurück.

  • Keltische Zeit: Ab dem 2. Jahrhundert v. Chr. gehörte das Gebiet zum keltischen Königreich Noricum. Die Kelten hinterließen Spuren in Form von Siedlungen und Handelswegen, die die Region mit anderen Teilen Europas verbanden.
  • Römische Herrschaft: Im Jahr 15 v. Chr. wurde die Region von den Römern besetzt. Die Römer etablierten Straßen und Infrastruktur, die den Handel und die Kommunikation förderten. Die römische Präsenz hinterließ auch kulturelle Einflüsse, die bis in die spätere Geschichte nachwirken sollten.
  • Mittelalter: Vom 8. bis zum frühen 14. Jahrhundert stand der Lungau unter bayrischer Herrschaft. Ab 1328 bis 1803 war die Region unter der Kontrolle der Salzburger Fürsterzbischöfe, die die politische und religiöse Landschaft prägten. Diese Zeit war geprägt von der Entwicklung von Klöstern und Kirchen, die bis heute bedeutende kulturelle Stätten sind.
  • Reformation: Im Lungau verbreiteten sich die Lehren Martin Luthers früh, mit ersten Hinweisen auf die Reformation aus dem Jahr 1534. Diese religiösen Umwälzungen führten zu Spannungen und Konflikten, die die soziale Struktur der Region beeinflussten.

Gemeinden im Lungau

Die 15 Gemeinden des Lungaus sind:

  1. Mauterndorf
  2. St. Michael im Lungau
  3. Tamsweg
  4. Göriach
  5. Lessach
  6. Mariapfarr
  7. Muhr
  8. Ramingstein
  9. St. Andrä im Lungau
  10. St. Margarethen im Lungau
  11. Thomatal
  12. Tweng
  13. Unternberg
  14. Weißenbach
  15. Zederhaus

Wesentliche Sehenswürdigkeiten sind: Wahlfahrtskirche St. Leonhard, Schloss Mosham, Burg Mauterndorf, Burg Finstergrün, Prebersee, Bundschuh Schönfeld (ehemaliges Bergbaugebiet).

Diese Gemeinden sind geprägt von traditionellen Strukturen, historischen Ortskernen und einer tief verwurzelten Bergbauernkultur. Die lokale Bevölkerung hat über Jahrhunderte hinweg eine enge Beziehung zur Natur entwickelt, die sich in der Landwirtschaft, dem Handwerk und den Bräuchen widerspiegelt.

Der Biosphärenpark Salzburger Lungau und Kärntner Nockberge

Der Biosphärenpark Salzburger Lungau und Kärntner Nockberge ist ein herausragendes Beispiel für nachhaltige Entwicklung und Naturschutz in den Alpen. Er wurde 2012 von der UNESCO als Biosphärenpark anerkannt und erstreckt sich über eine Fläche von etwa 1.490 Quadratkilometern. Die Region umfasst Teile des Lungaus in Salzburg sowie die Nockberge in Kärnten und zeichnet sich durch ihre vielfältige Landschaft, reiche Biodiversität und kulturelle Traditionen aus.

Geografische und ökologische Merkmale

Der Biosphärenpark liegt in einer Höhe von 800 bis über 3.000 Metern und umfasst verschiedene Landschaftsformen, darunter alpine Wiesen, Wälder, Moore und Gebirgszüge. Die Region ist von den Hohen Tauern im Westen und den Niederen Tauern im Osten umgeben, was zu einem einzigartigen Mikroklima führt. Diese geografische Vielfalt begünstigt eine reiche Flora und Fauna, die zahlreiche geschützte Arten umfasst, darunter:

  • Alpensteinbock
  • Gämse
  • Schwarzspecht
  • Eurasischer Luchs

Die Gewässer des Biosphärenparks, wie die Mur und ihre Nebenflüsse, sind Lebensräume für viele Fischarten und bieten zudem wichtige Ökosystemdienstleistungen.

Nachhaltige Entwicklung und Naturschutz

Der Biosphärenpark verfolgt das Ziel, die Balance zwischen Naturschutz und der Nutzung der natürlichen Ressourcen zu fördern. Dies geschieht durch:

  • Nachhaltige Landwirtschaft: Die Region ist geprägt von traditioneller Landwirtschaft, die auf die Erhaltung der Kulturlandschaft abzielt. Die Förderung von biologischen Anbaumethoden und die Unterstützung lokaler Produkte sind zentrale Aspekte.
  • Tourismus: Der sanfte Tourismus spielt eine entscheidende Rolle im Biosphärenpark. Besucher werden ermutigt, die Natur zu erleben, ohne sie zu schädigen. Angebote wie geführte Wanderungen, Naturerlebnisse und Bildungsprogramme sensibilisieren für die Bedeutung des Naturschutzes.
  • Forschung und Bildung: Der Biosphärenpark dient als Forschungsstandort für Umweltwissenschaften und bietet zahlreiche Bildungsprogramme für Schulen und Interessierte an. Diese Initiativen fördern das Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge und die Bedeutung der Biodiversität.

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Kulturelle Aspekte

Die kulturelle Identität des Biosphärenparks ist eng mit der Geschichte und den Traditionen der Region verbunden. Die lokale Bevölkerung hat über Jahrhunderte hinweg eine enge Beziehung zur Natur entwickelt, die sich in Bräuchen, Handwerk und Gastronomie widerspiegelt. Traditionelle Feste, wie Der Samsonumzug in Tamsweg, und die Pflege von Brauchtum sind wichtige Bestandteile des kulturellen Lebens.

Herausforderungen und Perspektiven

Trotz der Erfolge im Naturschutz und der nachhaltigen Entwicklung steht der Biosphärenpark vor Herausforderungen. Der Klimawandel, die Zunahme des Tourismus und die Intensivierung der Landwirtschaft können die empfindlichen Ökosysteme belasten. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, sind kontinuierliche Anstrengungen in den Bereichen Forschung, Bildung und Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung erforderlich.

Insgesamt ist der Biosphärenpark Salzburger Lungau und Kärntner Nockberge ein bedeutendes Modell für die Integration von Naturschutz, nachhaltiger Entwicklung und kulturellem Erbe. Er bietet nicht nur einen Rückzugsort für viele bedrohte Arten, sondern auch eine Plattform für die Förderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit der Natur, die sowohl den Bedürfnissen der Menschen als auch der Umwelt gerecht wird.